Liana Orangevaja – Orange Liane

Zeit für eine neue Sortenvorstellung 🙂 liana1

Die Liana Orange hab ich heuer gar nicht auf Balkonien gepflanzt. Zu viele Sorten und viel zu wenig Platz. Sie gehört trotzdem zu meinen bevorzugten Sorten und darf hier nicht fehlen. Wenn man es sich einfach machen möchte, dann könnte man meinen, sie ist wie die San Marzano in Orange. Aber so einfach ist es dann auch nicht.

Sie ist eine recht hochwachsende russische Stabsorte, die bei mir große Blütenbüschel bekam, jedoch pro Büschel dann immer nur 2-4 Früchte. Die Früchte wurden erst spät reif (Anfang September), Geschmacklich sind sie eher mild aber aromatisch.

liana2Zu lange sollte man sie nicht hängen lassen, sonst werden sie etwas mehlig.

Beim Kübel würde ich eher zu einem Trog oder jedenfalls zu einem großen Kübel greifen. Sie braucht zwar in der Breite nicht viel Platz, wurzelt aber tief. Dafür braucht sie in der Breite wenig Platz.

Mit Braunfäule gabs nur im extrem verregneten Vorjahr Probleme. Davor hat sie sich ohne Probleme bis in den Herbst gehalten.

Geschmacklich ist sie eher mild tomatig mit wenig Säure (klingt fast wie bei einer Weinverkostung *g*). Damit fällt sie perfekt in mein Beuteschema. Ich mag sie eher im mild-tomatigen bis süsslichen Bereich.

liana3Besonders, zum frisch Essen mit Brot, Mozzarella oder im Salat. Für Sauce wär sie mir zu schade.

Fazit: optisch ein Hingucker wegen ihrer Form und vor allem wegen der kräftig orangen Farbe. Geschmacklich sehr gut. Für den Balkon mit entsprechend großem Kübel gut geeignet.

 

 

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Blueberry

blueberry1Die Blueberry ist eine der Offenbarungen des letzten Jahres… hoppla, das kommt mir doch bekannt vor 😉

Die letzte Sortenbeschreibung ist schon ein bisschen her und ich mach da weiter, wo ich aufgehört habe. Bei einer ganz, ganz tollen Sorte, die ich nicht mehr missen möchte 😀

Also, die Blueberry. Eine recht wüchsige Cocktailparadeis, mit reichlich Früchten und tollem Farbenspiel. Sobald die Sonne etwas stärker auf die Früchte scheint, werden die auf der „Sonnenseite“ lila. Erst recht zart, später sehr dunkel.

blueberry2Das sind sie aber schon lang, bevor sie reif sind… ein ganz schönes Geduldsspiel. Irgendwann werden sie dann auf der grünen Seite zartgelb und wenn man sie drückt werden sie weich. Die Früchte sind etwas 3-4 cm groß und haben ihren Namen nicht nur wegen der Farbe… sie schmecken auch leicht nach Beeren.

Die Kübelgröße spielt keine so große Rolle, bei mir ist sie im 10l Kübel genauso gut gewachsen wie zu zweit im 80l Trog. Viel Sonne ist aber wichtig, sonst dauert es ewig, bis die Früchte reifen.

Mit der Braunfäule gab es 2014 leider ziemliche Probleme, bei dieser Sorte aber zumindest weniger als bei anderen.

blueberry3Wirklich aussagekräftig ist das aber nicht, so nass wie der August und Herbst heuer waren… da gab es mit jeder Sorte Probleme und das in einem Ausmaß, dass ich bisher noch nicht kannte.

Die Pflanze wächst recht üppig und gehört damit zu den Sorten, die recht viel Platz brauchen. Sie lässt sich aber ganz gut in die Höhe ziehen.

Geschmacklich ist sie eine der besonders interessanten Sorten. Sie schmeckt süß-säuerlich und leicht nach Beere.

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Gegessen wird sie am liebsten pur als Snack in für die Arbeit oder Schule, abends zu frischem Brot oder direkt vom Strauch.

Fazit: ähnlich wie die Black Cherry und die Mexikanische Honigtomate von der Wüchsigkeit her grenzwertig vor allem für kleine Balkone. Vom Geschmack und der Menge an Früchten aber jedenfalls empfehlenswert!

Nicht zu vergessen, sie ist natürlich auch ein besonderer Hingucker und ein sehr beliebtes Mitbringsel 😉

Mexikanische Honigtomate

mexhonig1Die mexikanische Honigtomate ist eine der Offenbarungen des letzten Jahres. Sie ist eine unheimlich wüchsige rote Cocktailparadeis, die jede Menge rote Früchte trägt. Die sind 3-4 cm groß und geschmacklich richtig intensiv und süss. Neben den Black Cherry ist sie für mich eine der geschmacklichen Highlights bisher.

Die Kübelgröße spielt keine so große Rolle, ganz wichtig ist aber gute Erde und ein sehr sonniger, warmer Standort und genug Platz um sich auszubreiten. Bei mir ist sie im 10l Kübel auf der Südwest-Seite super gewachsen, zu zweit in einem 80l Trog auf der Ostseite hatte sie gerade mal ein paar kleine Früchte.

mexhonig2Mit der Braunfäule gab es relativ wenig Probleme. Die Pflanze wächst sehr stark in die Höhe und Breite, man sollte also etwas mehr Abstand zu den Nachbarpflanzen einplanen.

Das üppige Wachtum in die Breite ist auch der einzige Wermutstropfen für Balkonien. Sie braucht mehr Platz als die meisten Sorten, die ich bisher hatte. Das macht sie aber durch die Menge an Früchten und den Geschmack locker wieder wett.

Geschmacklich ist sie eine der süssesten Sorten, die ich bisher hatte. Dementsprechend essen wir sie am liebsten pur als Snack in für die Arbeit oder Schule, abends zu frischem Brot oder direkt vom Strauch.

mexhonig3Fazit: ähnlich wie die Black Cherry von der Wüchsigkeit her grenzwertig vor allem für kleine Balkone. Vom Geschmack und der Menge an Früchten bei ausreichend Sonne aber absolut empfehlenswert!

Black Cherry

black01Die Black Cherry ist geschmacklich eine meiner absoluten Favoriten. Sie trägt ca. 3-4 cm große rötlichbraune Früchte, die unheimlich süss und mild sind. Diese Sorte war eine meiner ersten, nachdem ich von den vorgezogenen Pflanzen aus der Gärtnerei auf selbstgezogene, samenfeste Sorten umgestiegen bin. Sie gehört zu den Pflanzen, die lieber etwas mehr Platz haben, also den größeren Trog dem Kübel vorziehen.

Im Vergleich zu anderen Sorten, stellt die Black Cherry durchaus einige Ansprüche, lässt sich aber trotzdem gut am Balkon ziehen. Sie braucht viel Sonne, bevorzugt also die Südseite des Balkons. Normal ist sie eine frühreife Sorte, hat aber heuer durch den kalten Frühling anfangs überhaupt nicht wachsen wollen. black02

Im Sommer gab es dann aber kein Halten mehr 😉

Kühle Temperaturen und viel Regen mag sie also nicht gern. Mit Braunfäule kommt sie aber ganz gut zu Recht. Sie ist mittelmäßig anfällig, trägt aber auch noch gut Früchte, wenn die Blätter schon befallen und abgeschnitten sind.

Den Platzbedarf darf man hier auch nicht unterschätzen. Nicht nur die Wurzeln brauchen reichlich Platz, auch sonst wuchert die Black Cherry kräftig – ein wenig ausgeizen ist also kein Fehler. Sie bekommt sie immer einen 80l Trog gemeinsam mit einer kleinen Balkonsorte, die wenig Platz braucht. black03

Was wir mit dieser Sorte am liebsten machen? Direkt vom Strauch naschen natürlich! Oder als Snack für zwischendurch im Büro, in der Schule, etc.

Fazit: durch ihre Wüchsigkeit passt sie gerade noch so auf den Balkon, geschmacklich absolut top! Wer genug Platz für sie hat – am besten sehr sonnig und etwas witterungsgeschützt –  der wird es nicht bereuen 😉

Lime Green Salad

limegreen01Die Lime Green Salad ist eine der Sorten, die ich heuer zum ersten Mal ausprobiert hab und sie hat sich gleich als tolle Balkonsorte bewiesen. Sie wächst sehr kompakt und lässt sich auch in einem 10l Kübel ziehen. Sie trägt gelbgrüne Salatparadeiser ab 5cm Größe.

Für mich eine wirklich ideale Sorte. Sie wurzelt nicht sehr tief, lässt sich dadurch super im Kübel oder gemeinsam mit anderen Sorten im Trog ziehen. Obwohl sie nur ca. 1m hoch wird, hat sie reichlich Früchte getragen. Die Lime Green ist relativ frühreif und gehört zu den wenigen Sorten, die heuer auch auf der Ostseite – trotz kaltem Juni – relativ gut gewachsen ist. Nicht so toll wie die zweite Pflanze an der Südwestseite, aber immerhin. limegreen02

Mit der Braunfäule gab es im Juni ein paar Probleme an den Blättern, sobald es aber richtig Sommer wurde, war das Thema erledigt.

Die Pflanze wächst sehr kompakt und stabil. Man muss sie kaum stützen. Ausgeizen ist ebenfalls kein Thema.

Auch wenn es keine Zierpflanze ist, die Lime Green ist meiner Meinung nach auch eine sehr „hübsche“ Sorte. Ich hab bisher noch keine andere Paradeis gesehen, die so schöne, große Blüten hat.

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Geschmacklich ist die Lime Green eine sehr gute Sorte, ohne jetzt besonders hervorzustechen. Sie ist eher der farbliche Hingucker mit einem klassisch guten Geschmack. Wir verwenden sie besonders gern mit andersfärbigen Sorten zum Mozzarella oder im bunten Paradeissalat.

Fazit: ideale Balkonsorte mit geringem Platzbedarf, gutem Ertrag und nicht alltäglicher Farbe 🙂

Himbeerrose

himbeerrose01Die Himbeerrose ist heuer neu auf Balkonien und ich hab sie eigentlich falsch gezogen. Sie ist eine Kirschparadeis mit ca. 3cm großen, dunkelrosa Früchten.

Sie bekommt lange, hängende Triebe und sollte daher am besten in einer Blumenampel gezogen werden. Wie man an meinem Foto sieht, bringt aufbinden wenig und außer dem einen Trieb hängen alle andere seitlich aus dem Trog hinaus. Sie ist sehr robust, frühreif und trägt mächtig viele Früchte. Normaler Weise reift sie ab Ende Juni und durch den ganzen Sommer hindurch, heuer war sie – wie alle anderen Sorten – deutlich später dran.

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Mit der Braunfäule gab es kaum Probleme, obwohl die hängenden Triebe teilweise auf dem Stroh im Trog aufliegen.

Die Pflanze verzweigt sich sehr stark, ausgeizen muss man nicht. Ein Windschutz ist recht hilfreich, die Früchte hängen teilweise recht lose und können bei starkem Wind noch im unreifen Zusand abfallen.

Wenn sie nicht sofort gegessen werden sollen, pflücke ich immer den Stielansatz mit. Die Früchte platzen sonst beim abnehmen leicht auf.

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Im Vergleich zu anderen Sorten hat die Himbeerrose eine leicht säuerliche Note. Wir haben sie besonders gern zum Naschen zwischendurch oder als i-Tüpfelchen zum Butter-, Käse- oder Schinkenbrot.

Fazit: ideale Balkonsorte mit minimalem Platzbedarf, hohem Ertrag und persönlicher Note 🙂

Galinas

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Galina’s

Sibirische Kirschparadeis, kartoffelblättrig, mit ca. 3cm großen, gelben Früchten.

Eine sehr robuste, frühreife Sorte. Am Balkon wird sie an die 2 Meter groß, ist aber trotzdem sehr genügsam. Sie wächst sowohl im 10l Kübel als auch zu zweit mit Beiwerk im 60-80l Trog. Durch ihre Herkunft ist sie heuer auch mit der langen Kälte gut klar gekommen. Sie ist eine der wenigen Sorten, die – vermutlich durch ihre Herkunft – heuer mit der Kombination kalter Juni und Ostseite richtig gut klargekommen ist. galinas02

 

Mit der Braunfäule ist es bei dieser Sorte sehr spannend. Sie war heuer die am stärksten befallene Pflanze. Die einzige, die nicht blos ein paar braune Flecken auf den Blätter bekam, sondern auch an Stamm selbst. Trotzdem ist sie ohne merkliche Beeinträchtigung gewachsen und trägt reichlich Früchte.

Die Galina’s neigt zu sehr vielen Verzweigungen, ich hab sie daher teilweise ausgegeizt. Sie trägt heuer reichlich Früchte, die geschmacklich sehr aromatisch und leicht süsslich sind.

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Bei uns sind sie besonders als Snack für zwischendurch und unterwegs beliebt. Auch mit Mozzarella und Basilikum machen sie sich hervorragend. Oder sie werden überhaupt direkt vom Strauch genascht.

Fazit: eine tolle Freilandsorte, robust und perfekt für Balkonien geeignet, sehr aromatischer Geschmack